Drei Fragen an … Lektorin und e-ditio-Gründerin Denise Sudau

Denise, du hast viel Erfahrung in der Verlagsbranche und 2015 e-ditio.eu als Gesellschaft gegründet, eine Website auf der Autoren professionelle Lektoren finden. Wie funktioniert das genau? Es ist im Grunde sehr einfach: Anmelden, Text hochladen, abschicken: und dann sucht der Algorithmus die zum Text am besten passenden aus und man erhält eine Auswahl samt Kostenvoranschlag.   Woran erkennt ein Autor den für ihn und seinen Text richtigen Lektor? Auf derselben Wellenlänge sollte man schon sein und das geht, wenn nicht technisch vorsortiert, meist nur über viel Recherche und einige Gespräche bzw. E-Mails. Die bisherigen Arbeiten und die Aktivitäten können sehr aufschlussreich Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Lektorin, Comedienne und Schreibcoach Isabella Kortz

  Frau Kortz, wie finde ich als Autor ein Thema, das mich inspiriert, das es mir leicht macht, darüber zu schreiben?  Da ich spezialisiert bin auf Autoren, die erzählende Sachbücher schreiben und auf Biografien, liegt die Antwort auf der Hand: Meiner Erfahrung nach fällt es Autoren besonders dann leicht, inspiriert dranzubleiben, wenn das Thema ihres Buches etwas mit ihnen selbst zu tun hat. Eine meiner erfolgreichsten Autorinnen, eigentlich Ökotrophologin, hat nach vielen gut verkauften Büchern im Segment Ernährung und Gesundheit einen Bestseller gelandet mit einem ganz persönlichen und innovativen Thema. Das war Susanne Wendel mit dem Buch „Gesundgevögelt“, in dem sie Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autorin und Schreibberaterin Gabriele Borgmann

  Frau Borgmann, welche Vorbereitungen sollte ein Autor treffen, bevor er beginnt, ein Buch zu schreiben? Am Anfang steht die Inszenierung von Stoff und Wissen. Was im Fiction der Plot, ist im Non-Fiction das Exposé. Neben den Unterschieden im Aufbau geht es am Ende aber in beiden Genres um eines: um Orientierung. Wer am Anfang eines Schreibprojektes strukturiert vorgeht, der schafft eine unerschütterliche Basis. Der hangelt sich an seinem roten Faden entlang wie ein Bergsteiger am Seil. Schritt für Schritt. Seite für Seite. Wenn Sie mich nach einer Taktung fragen, so lautet diese: 1/3 planen, 1/3 schreiben, 1/3 feinschleifen. Ich möchte das am Beispiel Sachbuch gerne auffächern: Wie Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Fantasy-Blogger und Moderator Christian Handel

  Herr Handel, auf welche drei Dinge sollten Fantasy-Autoren beim Schreiben achten? Drei Dinge? Sie machen es einem wirklich nicht leicht, zumal man diese Frage aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Vorausschicken möchte ich deshalb, dass ich im Folgenden nicht drei Dinge nenne, die einen Bestsellererfolg garantieren. (Wenn ich das könnte, hätte ich dieses Wissen schon längst in bare Münze verwandelt!) Vielmehr möchte ich eine Vorstellung davon vermitteln, was für mich persönlich einen gelungenen Phantastik-Roman ausmacht. Erstens: Überzeugende Charakterentwicklung und spannender Weltenbau Für mich steht und fällt ein Roman oft mit den (Haupt-)Figuren: Weiterlesen ...

Drei Fragen an … die Freie Lektorin Alice Huth

Alice, welches Genre bekommst du als Freie Lektorin am häufigsten auf den Tisch? Zurzeit sind es erzählende Sachbücher und Ratgeber aus dem weiten Feld der Lebensberatung, dicht gefolgt von Reisebüchern, Krimis und französischsprachiger Literatur.   Welche sind deiner Erfahrung nach die wichtigsten Regeln beim Gestalten einer Szene? Ein Text ist wie eine fremde Landschaft, mit eigenen Farben, Tönen und Klängen, mit eigenen Naturgesetzen und einer eigenen Topographie. Als Lektorin versuche ich, möglichst unvoreingenommen in diese Welt zu treten, ohne eine Landkarte, deren Maßstab anzulegen vielleicht vermessen wäre. Mein Kompass ist zunächst das Gefühl: Finde ich mich Weiterlesen ...

Endlich wieder Frankfurter Buchmesse!

Oktober ist Buchmesse-Monat und damit für alle Buchliebhaber eine ganz besondere Zeit. Auch für uns.

Unser Blog pausiert deswegen und wird im November mit tollen neuen Interviews und Beiträgen zurück sein.

Bis dahin wünschen wir allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren Bücherherbst!

Drei Fragen an … Rechtschreib-Profi Julian von Heyl

  Julian, wie kam es zu der Idee für deine Website korrekturen.de? Die Website korrekturen.de entstand bereits 1998 – das Internet war damals noch in seinen Kinderschuhen, noch längst nicht jedes Unternehmen hatte eine eigene E-Mail-Adresse, geschweige denn eine Homepage. Ich erkannte schnell, dass eine Website das ideale Medium ist für Dienstleistungen, die ohnehin virtuell (in Form von Dateien) ausgetauscht werden. Weiterhin war damals die Rechtschreibreform gerade frisch verabschiedet worden, so dass es ein erhöhtes Interesse und einen großen Informationsbedarf zu orthografischen Fragestellungen gab. Entsprechend gab es schon von Anfang an ein Forum auf meiner Website, das Weiterlesen ...

Gelesen: Harper Lee, Gehe hin, stelle einen Wächter

Ich habe ein Buch gelesen, das ich lange sehnsüchtig erwartet habe. Ich habe die Kampagne um die Veröffentlichung in den USA und UK verfolgt, darüber getwittert und die Cover-Version des deutschen Verlages DVA gelobt. Und dann habe ich Gehe hin, stelle einen Wächter von Harper Lee endlich gelesen. Ich habe gehofft, es so sehr zu lieben wie Wer die Nachtigall stört. Denn dieses Buch war eines der Bücher meiner Kindheit: Ich wollte so frei und wild sein wie Scout. So mutig und klug. Natürlich habe ich damals noch lange nicht alles verstanden, was darin stand. Aber das Buch hat so unglaublich viel Atmosphäre transportiert, so viel Abenteuer. All das hat mir im Wächter gefehlt. Der Weiterlesen ...

Was macht eigentlich ein Lektor?

Ich glaube, dass mir in meiner Zeit als Lektorin in einem Verlag keine Frage so oft gestellt wurde, wie diese. Bevor ich antworten konnte, ging oft das Spekulieren los: Den ganzen Tag lesen? Autoren mit Verweis auf den Duden auf falsche Kommasetzung hinweisen?  Oder: Monatelang nur einen einzigen Autor intensiv betreuen und mit ihm Latte macchiato-trinkend über jedem einzelnen Satz brüten? Die Antwort lautet aus meiner Erfahrung: Von allem ein bisschen und doch noch viel mehr. Wenn es um die Aufgabenbereiche eines Lektors geht, darf folgender Hinweis nicht fehlen: Es gibt in der Buchbranche zwei Gruppen von Lektoren - Freie Lektoren und die in einem Verlag angestellten Lektoren (im Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autor Christopher Lück

  Christopher, wie lange hast du an deinem Roman geschrieben, bevor du ihn Verlagen und Literaturagenturen angeboten hast? Viiiiiel zu lange. Ich glaube, drei Jahre. Drei Jahre klingt gerade im Nachhinein extrem lang. Dabei musste ich für den Roman noch nicht einmal groß recherchieren, rumreisen oder sonst irgendetwas Zeitaufwändiges auf mich nehmen. Es ist locker-leichte Liebescomedy. Aber man sieht: auch das macht Arbeit, bis alle Details stimmen. Naja, die drei Jahre zeigen aber auch, dass ich viele Phasen erinnere, in denen ich aus zeitlichen und beruflichen Gründen schlichtweg keine Zeit hatte, konstant zu schreiben. Dennoch bin ich auch ein wenig stolz auf mich, dass ich Weiterlesen ...