Posts by JulWag

Drei Fragen an … Fantasy-Blogger und Moderator Christian Handel

  Herr Handel, auf welche drei Dinge sollten Fantasy-Autoren beim Schreiben achten? Drei Dinge? Sie machen es einem wirklich nicht leicht, zumal man diese Frage aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Vorausschicken möchte ich deshalb, dass ich im Folgenden nicht drei Dinge nenne, die einen Bestsellererfolg garantieren. (Wenn ich das könnte, hätte ich dieses Wissen schon längst in bare Münze verwandelt!) Vielmehr möchte ich eine Vorstellung davon vermitteln, was für mich persönlich einen gelungenen Phantastik-Roman ausmacht. Erstens: Überzeugende Charakterentwicklung und spannender Weltenbau Für mich steht und fällt ein Roman oft mit den (Haupt-)Figuren: Weiterlesen ...

Drei Fragen an … die Freie Lektorin Alice Huth

Alice, welches Genre bekommst du als Freie Lektorin am häufigsten auf den Tisch? Zurzeit sind es erzählende Sachbücher und Ratgeber aus dem weiten Feld der Lebensberatung, dicht gefolgt von Reisebüchern, Krimis und französischsprachiger Literatur.   Welche sind deiner Erfahrung nach die wichtigsten Regeln beim Gestalten einer Szene? Ein Text ist wie eine fremde Landschaft, mit eigenen Farben, Tönen und Klängen, mit eigenen Naturgesetzen und einer eigenen Topographie. Als Lektorin versuche ich, möglichst unvoreingenommen in diese Welt zu treten, ohne eine Landkarte, deren Maßstab anzulegen vielleicht vermessen wäre. Mein Kompass ist zunächst das Gefühl: Finde ich mich Weiterlesen ...

Endlich wieder Frankfurter Buchmesse!

Oktober ist Buchmesse-Monat und damit für alle Buchliebhaber eine ganz besondere Zeit. Auch für uns.

Unser Blog pausiert deswegen und wird im November mit tollen neuen Interviews und Beiträgen zurück sein.

Bis dahin wünschen wir allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren Bücherherbst!

Drei Fragen an … Rechtschreib-Profi Julian von Heyl

  Julian, wie kam es zu der Idee für deine Website korrekturen.de? Die Website korrekturen.de entstand bereits 1998 – das Internet war damals noch in seinen Kinderschuhen, noch längst nicht jedes Unternehmen hatte eine eigene E-Mail-Adresse, geschweige denn eine Homepage. Ich erkannte schnell, dass eine Website das ideale Medium ist für Dienstleistungen, die ohnehin virtuell (in Form von Dateien) ausgetauscht werden. Weiterhin war damals die Rechtschreibreform gerade frisch verabschiedet worden, so dass es ein erhöhtes Interesse und einen großen Informationsbedarf zu orthografischen Fragestellungen gab. Entsprechend gab es schon von Anfang an ein Forum auf meiner Website, das Weiterlesen ...

Gelesen: Harper Lee, Gehe hin, stelle einen Wächter

Ich habe ein Buch gelesen, das ich lange sehnsüchtig erwartet habe. Ich habe die Kampagne um die Veröffentlichung in den USA und UK verfolgt, darüber getwittert und die Cover-Version des deutschen Verlages DVA gelobt. Und dann habe ich Gehe hin, stelle einen Wächter von Harper Lee endlich gelesen. Ich habe gehofft, es so sehr zu lieben wie Wer die Nachtigall stört. Denn dieses Buch war eines der Bücher meiner Kindheit: Ich wollte so frei und wild sein wie Scout. So mutig und klug. Natürlich habe ich damals noch lange nicht alles verstanden, was darin stand. Aber das Buch hat so unglaublich viel Atmosphäre transportiert, so viel Abenteuer. All das hat mir im Wächter gefehlt. Der Weiterlesen ...

Was macht eigentlich ein Lektor?

Ich glaube, dass mir in meiner Zeit als Lektorin in einem Verlag keine Frage so oft gestellt wurde, wie diese. Bevor ich antworten konnte, ging oft das Spekulieren los: Den ganzen Tag lesen? Autoren mit Verweis auf den Duden auf falsche Kommasetzung hinweisen?  Oder: Monatelang nur einen einzigen Autor intensiv betreuen und mit ihm Latte macchiato-trinkend über jedem einzelnen Satz brüten? Die Antwort lautet aus meiner Erfahrung: Von allem ein bisschen und doch noch viel mehr. Wenn es um die Aufgabenbereiche eines Lektors geht, darf folgender Hinweis nicht fehlen: Es gibt in der Buchbranche zwei Gruppen von Lektoren - Freie Lektoren und die in einem Verlag angestellten Lektoren (im Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autor Christopher Lück

  Christopher, wie lange hast du an deinem Roman geschrieben, bevor du ihn Verlagen und Literaturagenturen angeboten hast? Viiiiiel zu lange. Ich glaube, drei Jahre. Drei Jahre klingt gerade im Nachhinein extrem lang. Dabei musste ich für den Roman noch nicht einmal groß recherchieren, rumreisen oder sonst irgendetwas Zeitaufwändiges auf mich nehmen. Es ist locker-leichte Liebescomedy. Aber man sieht: auch das macht Arbeit, bis alle Details stimmen. Naja, die drei Jahre zeigen aber auch, dass ich viele Phasen erinnere, in denen ich aus zeitlichen und beruflichen Gründen schlichtweg keine Zeit hatte, konstant zu schreiben. Dennoch bin ich auch ein wenig stolz auf mich, dass ich Weiterlesen ...

So finden Autoren einen Verlag oder eine Literaturagentur

© Sabine Timmann, Infografik Hamburg

 

Diese Woche gibt es mal einen Beitrag in Bildern: So funktioniert die Suche nach einem Verlag oder einer Literaturagentur auf www.deintextdeinbuch.de für Autoren.

Wenn ihr einen Verlag oder einen Agenten für euer Buch sucht und keine Lust auf lästiges Ausdrucken, Verschicken und ewiges Warten habt, macht es doch auch mal so wie die Autorin in unserer Infografik – wir freuen uns auf euch!

Drei Fragen an … Vertrags-Expertin Daniela Pusch

  Frau Pusch, was muss in einem Verlagsvertrag unbedingt geregelt sein? Autoren neigen dazu, vor der geschäftlichen Seite des Schreibens die Augen verschließen zu wollen. Sie möchten sich am liebsten nur auf ihre Texte und Geschichten konzentrieren und die Verträge und Verhandlungen jemand anderem überlassen, z.B. ihrem Agenten. Verständlich, ich denke aber, dass es wichtig ist, zu wissen, was man unterschreibt, sei es ein Mobilfunkvertrag oder ein Verlagsvertrag. Immerhin geht es hierbei um das eigene Werk und der Verlagsvertrag wird über Jahre hinaus seine Gültigkeit haben und oft schwer zu kündigen sein (wie bei manchen Mobilfunkanbietern.) Man kommt als Autor also nicht Weiterlesen ...

Viel Inhalt, wenig Platz: Wie man einen guten Kurztext für das eigene Buch schreibt.

Eine kurze Inhaltsangabe - auch genannt "Kurztext" - für das eigene Buch zu schreiben, ist gar nicht so leicht, aber unbedingt empfehlenswert: Wenn Sie auf der Suche nach einem Verlag sind, benötigen Sie ihn für das Anschreiben und/oder das Exposé. Außerdem schult das Schreiben dieser ca. 600 bis 1.500 Zeichen den Blick für Spannung, Figuren und Logik des eigenen Textes - und diese Auseinandersetzung mit Ihrem Buch lohnt sich immer und auf jeden Fall! Als Lektorin habe ich selbst unzählige Klappentexte und andere Werbetexte für die Bücher meiner Autoren geschrieben. Ich weiß also, dass diese Arbeit eventuell (bzw. sehr wahrscheinlich) Nerven kostet, wenn z.B. zündende Ideen für Weiterlesen ...