Category Drei Fragen an …

Drei Fragen an … Autorin Lisa Bitzer

  Lisa, du schreibst unter verschiedenen Pseudonymen. Wie hast du die jeweiligen Pseudonyme ausgewählt? Das ist eigentlich jedes Mal unterschiedlich. Eines meiner Pseudonyme setzt sich beispielsweise aus der ersten Silbe meines Vornamens und der ersten Silbe des Vornamens meiner damaligen Co-Autorin zusammen. Für den Nachnamen haben wir uns einfach an unserer Schulzeit bedient: Wir hatten denselben Mathelehrer. Dessen Nachnamen haben wir dann für das Pseudonym verwendet, welches allerdings ein sogenanntes geschlossenes Pseudonym ist, d.h. nur der Verlag weiß, wie der Autor in Wirklichkeit heißt. Für ein anderes geschlossenes Pseudonym habe ich meinen zweiten Vornamen und den Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autor und Lektor Jan Wielpütz

Jan, du bist Autor, Ghostwriter, Übersetzer und Lektor. Wie kam es zu diesen verschiedenen Berufen rund um das Buch? Ich habe mir das Studium mit dem Übersetzen und Redigieren von Romanen finanziert und danach viele Jahre als Lektor in einem großen Publikumsverlag gearbeitet. In dieser Zeit habe ich auch mit dem Schreiben eigener Bücher begonnen – der Erstling, "Generation Doof", war dann gleich ein voller Erfolg. Die verschiedenen Jobs rund ums Buch haben sich also mit der Zeit ergeben, und für einen freiberuflichen Autor kann es nicht schaden, einen kleinen Bauchladen mit Leistungen zu haben, die man anbieten kann. Jede ist unterschiedlich: Während das Übersetzen zum Beispiel viel Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autorin Katja Ammon

    Frau Ammon. Ihr Buch „Herz aus Gold und Asche“ ist im Juli bei Thienemann-Esslinger erschienen. Wie lief die Zusammenarbeit mit Ihrer Lektorin im Verlag ab? Wir haben hauptsächlich über E-Mail kommuniziert. Die Kernpunkte der Geschichte haben wir per Telefon geklärt. Als erstes hat mir die Lektorin einen groben Eindruck zum gesamten Manuskript gegeben. Sie ist darauf eingegangen, welche Aspekte der Geschichte sie mehr hervorheben würde oder welche Umstände ihr nicht klar geworden sind. Anhand dieser Eindrücke habe ich das Manuskript überarbeitet und nochmals einiges herausgekürzt. Danach ist sie detailliert Seite für Seite durchgegangen und hat mir Kommentare Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autor Raimon Weber

Herr Weber, Sie schreiben auch Hörspiele. Inwiefern unterscheidet sich das Schreiben von Hörspielen vom Schreiben von Romanen? Schreiben ist für mich wie das Komponieren von Musik. Die Sprache muss klingen. Wenn in einem Roman eine vielleicht nicht so ganz gelungene Formulierung in der Menge der Zeilen übersehen wird, bleibt dem aufmerksamen Hörer nichts verborgen. Daher müssen den Sprechern von Hörspielen glaubwürdige, authentische Sätze in den Mund gelegt werden. Und sie müssen auch leicht über deren Lippen kommen. In meinem allerersten Hörspiel-Skript stand folgender Satz: „Da vorn steht Cliffs Chrysler!“ Wenn man den Satz ausspricht, wird man nachvollziehen können, Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Lektorin und e-ditio-Gründerin Denise Sudau

Denise, du hast viel Erfahrung in der Verlagsbranche und 2015 e-ditio.eu als Gesellschaft gegründet, eine Website auf der Autoren professionelle Lektoren finden. Wie funktioniert das genau? Es ist im Grunde sehr einfach: Anmelden, Text hochladen, abschicken: und dann sucht der Algorithmus die zum Text am besten passenden aus und man erhält eine Auswahl samt Kostenvoranschlag.   Woran erkennt ein Autor den für ihn und seinen Text richtigen Lektor? Auf derselben Wellenlänge sollte man schon sein und das geht, wenn nicht technisch vorsortiert, meist nur über viel Recherche und einige Gespräche bzw. E-Mails. Die bisherigen Arbeiten und die Aktivitäten können sehr aufschlussreich Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Lektorin, Comedienne und Schreibcoach Isabella Kortz

  Frau Kortz, wie finde ich als Autor ein Thema, das mich inspiriert, das es mir leicht macht, darüber zu schreiben?  Da ich spezialisiert bin auf Autoren, die erzählende Sachbücher schreiben und auf Biografien, liegt die Antwort auf der Hand: Meiner Erfahrung nach fällt es Autoren besonders dann leicht, inspiriert dranzubleiben, wenn das Thema ihres Buches etwas mit ihnen selbst zu tun hat. Eine meiner erfolgreichsten Autorinnen, eigentlich Ökotrophologin, hat nach vielen gut verkauften Büchern im Segment Ernährung und Gesundheit einen Bestseller gelandet mit einem ganz persönlichen und innovativen Thema. Das war Susanne Wendel mit dem Buch „Gesundgevögelt“, in dem sie Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autorin und Schreibberaterin Gabriele Borgmann

  Frau Borgmann, welche Vorbereitungen sollte ein Autor treffen, bevor er beginnt, ein Buch zu schreiben? Am Anfang steht die Inszenierung von Stoff und Wissen. Was im Fiction der Plot, ist im Non-Fiction das Exposé. Neben den Unterschieden im Aufbau geht es am Ende aber in beiden Genres um eines: um Orientierung. Wer am Anfang eines Schreibprojektes strukturiert vorgeht, der schafft eine unerschütterliche Basis. Der hangelt sich an seinem roten Faden entlang wie ein Bergsteiger am Seil. Schritt für Schritt. Seite für Seite. Wenn Sie mich nach einer Taktung fragen, so lautet diese: 1/3 planen, 1/3 schreiben, 1/3 feinschleifen. Ich möchte das am Beispiel Sachbuch gerne auffächern: Wie Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Fantasy-Blogger und Moderator Christian Handel

  Herr Handel, auf welche drei Dinge sollten Fantasy-Autoren beim Schreiben achten? Drei Dinge? Sie machen es einem wirklich nicht leicht, zumal man diese Frage aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Vorausschicken möchte ich deshalb, dass ich im Folgenden nicht drei Dinge nenne, die einen Bestsellererfolg garantieren. (Wenn ich das könnte, hätte ich dieses Wissen schon längst in bare Münze verwandelt!) Vielmehr möchte ich eine Vorstellung davon vermitteln, was für mich persönlich einen gelungenen Phantastik-Roman ausmacht. Erstens: Überzeugende Charakterentwicklung und spannender Weltenbau Für mich steht und fällt ein Roman oft mit den (Haupt-)Figuren: Weiterlesen ...

Drei Fragen an … die Freie Lektorin Alice Huth

Alice, welches Genre bekommst du als Freie Lektorin am häufigsten auf den Tisch? Zurzeit sind es erzählende Sachbücher und Ratgeber aus dem weiten Feld der Lebensberatung, dicht gefolgt von Reisebüchern, Krimis und französischsprachiger Literatur.   Welche sind deiner Erfahrung nach die wichtigsten Regeln beim Gestalten einer Szene? Ein Text ist wie eine fremde Landschaft, mit eigenen Farben, Tönen und Klängen, mit eigenen Naturgesetzen und einer eigenen Topographie. Als Lektorin versuche ich, möglichst unvoreingenommen in diese Welt zu treten, ohne eine Landkarte, deren Maßstab anzulegen vielleicht vermessen wäre. Mein Kompass ist zunächst das Gefühl: Finde ich mich Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Rechtschreib-Profi Julian von Heyl

  Julian, wie kam es zu der Idee für deine Website korrekturen.de? Die Website korrekturen.de entstand bereits 1998 – das Internet war damals noch in seinen Kinderschuhen, noch längst nicht jedes Unternehmen hatte eine eigene E-Mail-Adresse, geschweige denn eine Homepage. Ich erkannte schnell, dass eine Website das ideale Medium ist für Dienstleistungen, die ohnehin virtuell (in Form von Dateien) ausgetauscht werden. Weiterhin war damals die Rechtschreibreform gerade frisch verabschiedet worden, so dass es ein erhöhtes Interesse und einen großen Informationsbedarf zu orthografischen Fragestellungen gab. Entsprechend gab es schon von Anfang an ein Forum auf meiner Website, das Weiterlesen ...