Category Drei Fragen an …

Drei Fragen an … Vertrags-Expertin Daniela Pusch

  Frau Pusch, was muss in einem Verlagsvertrag unbedingt geregelt sein? Autoren neigen dazu, vor der geschäftlichen Seite des Schreibens die Augen verschließen zu wollen. Sie möchten sich am liebsten nur auf ihre Texte und Geschichten konzentrieren und die Verträge und Verhandlungen jemand anderem überlassen, z.B. ihrem Agenten. Verständlich, ich denke aber, dass es wichtig ist, zu wissen, was man unterschreibt, sei es ein Mobilfunkvertrag oder ein Verlagsvertrag. Immerhin geht es hierbei um das eigene Werk und der Verlagsvertrag wird über Jahre hinaus seine Gültigkeit haben und oft schwer zu kündigen sein (wie bei manchen Mobilfunkanbietern.) Man kommt als Autor also nicht Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Bestseller-Autor Andreas Eschbach

Herr Eschbach, Wie haben Sie Ihren ersten Verlag gefunden? Ganz, ganz konventionell. Manuskript mehrmals ausgedruckt – sieben Mal, wenn ich mich recht erinnere –, Liste der Verlage erstellt, bei denen ich mir das Buch vorstellen konnte, Manuskripte mit nettem Anschreiben verpackt und hingeschickt. Und immer, wenn eins zurückkam, es gleich wieder rausgeschickt an den nächsten Verlag auf der Liste. Zweiundzwanzig Absagen habe ich auf diese Weise bekommen, von allen wichtigen deutschen Verlagen, auch von allen, bei denen ich später dann doch noch veröffentlicht habe. Aber das war in den Neunzigern. Heute geht das nicht mehr, schätze ich.   Sie werden von einer Literaturagentur Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Buch-Recherche-Expertin Rebecca Ellsäßer

Rebecca, wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen einem Autor und dir? Ganz gleich, ob es sich um eine Recherche, um Arbeit am Text, die Betreuung eines Buchprojekts oder um Unterstützung im Bereich Selbstvermarktung bzw. um Literaturvermittlung handelt, die Zusammenarbeit beginnt immer mit einem ausführlichen Briefing-Gespräch. Die Idee der Autorenassistenz besteht ja darin, Autorinnen und Autoren individuell bei all dem zu unterstützen, was Verlage und Literaturagenturen nicht für ihre Autoren tun, mit dem Ziel, ihnen den Rücken freizuhalten und ihnen Zeit für das Schreiben zu verschaffen. Während der Zusammenarbeit ist es für mich daher wichtig, genau hinzuhören und sich mit Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Lektor Carlos Westerkamp

Carlos, wie läuft die Zusammenarbeit zwischen dir als freiem Lektor mit Autoren üblicherweise ab? Am Anfang steht für den freien Lektor der Auftrag: In vielen, wenn nicht den meisten Verlagen werden die Manuskripte ab einem gewissen Punkt nicht mehr im Haus, sondern von Außenlektoren bearbeitet. Oft geben die Verlagslektoren dem Autor zunächst inhaltliche und strukturelle Hinweise und es erfolgt ein Überarbeitungsdurchgang, manchmal spricht sich der Verlagslektor auch direkt nach der Akquise mit seinem freien Kollegen ab und legt alles weitere in dessen Hand. Habe ich also den Auftrag und das Manuskript bekommen, bin über die wichtigsten Punkte und Wünsche des Verlags informiert Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autorin Nina Blazon

Nina, wann hast du dein erstes Buch veröffentlicht und wie kam es dazu? Die erste Veröffentlichung war ein Fantasy-Roman für Jugendliche mit dem Titel „Im Bann des Fluchträgers“. Erschienen ist er im Jahr 2003, und zwar auf einem wohl recht ungewöhnlichen Weg. Der Ueberreuter-Verlag (damals noch in Wien) schrieb zu der Zeit den Wolfgang-Hohlbein-Preis aus. Gesucht wurden bisher unveröffentlichte Manuskripte aus dem Genre Jugend-Fantasy. Ich reichte mein Manuskript ein, hatte das Glück, diesen Preis zu bekommen und war nun Ueberreuter-Autorin. Das war mein Einstieg in die Branche. Spannend finde ich im Nachhinein, wie unterschiedlich das Manuskript bewertet wurde. Bevor ich es für Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Buch-Bloggerin Simone Finkenwirth aka „Klappentexterin“

Simone, du schreibst als KLAPPENTEXTERIN einen sehr beliebten Buch-Blog. Warum hast du dich so genannt? Als mich vor fünf Jahren die Lust packte, einen Literaturblog ins Leben zu rufen, musste ich leider feststellen, dass ich nicht die Erste war. Da waren viele Namen, die zum Beispiel die Wörter „Lesen“ und „Buch“ enhielten, schon weg. Aber das Naheliegende muss ja nicht immer das Beste sein. Ich wollte einen einprägsamen Titel, mit dem ich mich identifizieren kann. Zudem schätze ich schöne Sprache – in den Büchern wie auch auf den Umschlägen. So kam mir die Idee mit der „Klappentexterin“.   Warum ist der Klappentext eines Buches so wichtig und was sollte auf Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Buchmarketing-Expertin Tanja Rörsch

Tanja, ist es heute wichtig, dass Autoren Social Media - auch unabhängig von ihrem Verlag - für sich nutzen? Unbedingt, ohne Social Media ist es sehr schwierig, langfristig eine Beziehung zu seinen Lesern aufzubauen und erfolgreich zu sein. Wer plant, mehrere Bücher zu veröffentlichen, für den führt kein Weg an Social Media vorbei. Der Verlag kann hierbei unterstützen – mit spannenden Posts, Videos, Texte, Informationen über die Bücher, Einblicke in die Person, Aktionen wie Gewinnspiele und Verlosungen – wer diesen Support nicht hat, muss das selbst koordinieren. Manche machen das sehr gut, andere stellen schnell fest, dass ihnen die Ideen fehlen und sich die Follower-Zahlen Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Lektorin Wiebke Bolliger

Wiebke, findest du es wichtig, dass ein Autor selbst auch gerne liest? Ja, selbstverständlich. Jemand, der schreibt, aber selbst nicht gerne liest, wäre ja wie ein Koch, der nicht gerne isst. Außerdem ist es auch für Autoren immer gut zu wissen, was bei den Lesern gerade gut ankommt, wenn sie also die eigene Konkurrenz kennen.   Wie entscheidend sind die ersten Sätze für dich bei der Prüfung eines Textes? Die ersten Sätze sind der Einstieg in eine Geschichte. Das ist, wie wenn man eine Wohnung besichtigt, und man weiß eigentlich direkt, nachdem man die Tür geöffnet hat, ob man sich wohlfühlt oder nicht. Die ersten Sätze sollten eine Atmosphäre schaffen, einen Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Literaturagentin Hanne Reinhardt

  Hanne, hättest du drei Tipps für Autoren, die eine Literaturagentur suchen? Ich würde vor allem einen Tipp geben: Sich die Website genau anschauen. Passen das Projekt, bzw. der Autor, und die Agentur zusammen? Was sind die formalen Anforderungen der Agentur? Und dann vielleicht noch: Geduld mitbringen. Es kann 6 bis 8 Wochen dauern, bis man eine Antwort bekommt.   Wie viele Autoren vertritt ein Literaturagent so im Schnitt? Das ist schwer zu sagen. Es gibt Autoren, mit denen haben wir vor zehn Jahren einmal ein Buch gemacht und jetzt kommt das nächste. Andere schreiben zwei Bücher im Jahr. Von so aktiven Autoren kann ein Agent natürlich weniger betreuen als von Weiterlesen ...

Drei Fragen an … Autorin Anne Weiss

Anne, wie hast du einen Verlag für dein erstes Buch, GENERATION DOOF, gefunden?  Da mein Co-Autor und ich damals als Lektoren im Verlag arbeiteten, haben wir die Idee erst mal den Kollegen vorgestellt – auf dem kurzen Dienstweg. Aus unserer Sicht war dieses Buch längst überfällig – schließlich war die Generation Doof ja überall sehr präsent. Die Programmleiterin fand das auch und fragte, ob wir es dann nicht gleich selbst schreiben wollten. Wollten wir. Dieses Glück hat natürlich nicht jeder junge Autor. Wer die Branche nicht kennt, nicht über Kontakte verfügt und noch kein anderes Exposé zu sehen bekommen hat, der hat es erfahrungsgemäß schwerer, einen Verlag zu finden. Weiterlesen ...