Drei Fragen an … Autor Christopher Lück

 

Christopher, wie lange hast du an deinem Roman geschrieben, bevor du ihn Verlagen und Literaturagenturen angeboten hast?

Viiiiiel zu lange. Ich glaube, drei Jahre. Drei Jahre klingt gerade im Nachhinein extrem lang. Dabei musste ich für den Roman noch nicht einmal groß recherchieren, rumreisen oder sonst irgendetwas Zeitaufwändiges auf mich nehmen. Es ist locker-leichte Liebescomedy. Aber man sieht: auch das macht Arbeit, bis alle Details stimmen. Naja, die drei Jahre zeigen aber auch, dass ich viele Phasen erinnere, in denen ich aus zeitlichen und beruflichen Gründen schlichtweg keine Zeit hatte, konstant zu schreiben. Dennoch bin ich auch ein wenig stolz auf mich, dass ich bis zuletzt drangeblieben bin.

 

Hat es dann gleich geklappt und wenn ja, wie?

Nein, es hat genauso lange gedauert wie das Schreiben. Im ersten Step bin ich ziemlich blauäugig an die Sache herangegangen: Ich habe mir bei Wikipedia eine Liste von allen relevanten deutschsprachigen Verlagen erstellt und das Manuskript dutzendfach durch die Weltgeschichte geschickt. Ohne jeglichen Erfolg. Zielführender war es, die relevanten Literaturagenturen anzuschreiben. Wobei ich doch interessant fand und finde, dass das Urteil von „unlesbar“ bis „sauwitzig“ ganz unterschiedlich ausfiel. Aber so sind halt die Geschmäcker. Zwei Agenturen hatten bis dato Interesse. Die erste hat es nicht zu einer Vermittlung geschafft. Meine aktuelle Agentur hat es jetzt aber ganz frisch geschafft – toi toi toi – das ist der aufregende Stand der Dinge. Wie es aussieht, steht mein Roman binnen der nächsten 24 Monate in den Buchläden. Da habe ich viel Zeit und Energie drauf verwandt.

 

Welche Tipps würdest du anderen Autoren geben, wenn sie sich auf Verlagssuche befinden?

Das Gießkannenprinzip war im Nachhinein jedenfalls ziemlich für die Katz. Das gilt vor allem für die Verlage. Da gab es überhaupt keinen Response. Mein Plan war anfangs, es über die Masse zu versuchen, nach dem Motto: irgendwo wird es schon klappen. Hat es aber nicht. Meine persönliche Erfahrung zeigt ganz klar: Eine klare und kleine Vorauswahl der Agenturen zu treffen. Womöglich auch mal anzurufen, zu fragen, ob es überhaupt Sinn mache, sein Manuskript zu schicken. Vielleicht auch einmal persönlich vorbeizuschauen. So hat es bei mir funktioniert.

 

 

Christopher Lück, 36 Jahre alt, Berliner durch und durch. Literatur-, Politik- und Geschichtsstudium in Berlin. Viele Jahre lang Politik und Wirtschaftsredakteur für verschiedene ARD-Formate in Kiel und Berlin. Seit drei Jahren Pressearbeit für verschiedene Organisationen und Verbände in Berlin. Prosa-Veröffentlichungen in verschiedenen deutschen und österreichischen Anthologien, Teilnahme an diversen Lyrik-Wettbewerben. 2016 oder 2017 erscheint der erste Roman.

   www.deintextdeinbuch.de 

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