Drei Fragen an … Lektorin Wiebke Bolliger

Wiebke, findest du es wichtig, dass ein Autor selbst auch gerne liest?

Ja, selbstverständlich. Jemand, der schreibt, aber selbst nicht gerne liest, wäre ja wie ein Koch, der nicht gerne isst. Außerdem ist es auch für Autoren immer gut zu wissen, was bei den Lesern gerade gut ankommt, wenn sie also die eigene Konkurrenz kennen.

 

Wie entscheidend sind die ersten Sätze für dich bei der Prüfung eines Textes?

Die ersten Sätze sind der Einstieg in eine Geschichte. Das ist, wie wenn man eine Wohnung besichtigt, und man weiß eigentlich direkt, nachdem man die Tür geöffnet hat, ob man sich wohlfühlt oder nicht. Die ersten Sätze sollten eine Atmosphäre schaffen, einen Sog, in den ich hineingezogen werde und dem ich mich kaum widersetzen kann.

 

Liest du privat andere Bücher, als die, die du als Lektorin betreust?

Ja, natürlich. Abwechslung und Vielseitigkeit sind wichtig für Inspiration und Entspannung.

 

Wiebke Bolliger ist Belletristik-Lektorin bei den Ullstein Buchverlagen. Zuvor war sie für Goldmann und dem Berlin Verlag als Lektorin tätig. Zu ihren Autoren gehören u.a. Besteller-Autorin Corina Bomann und Judith Arendt.

 

www.deintextdeinbuch.de

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